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Rotes Kreuz Kärnten

Zum Welttag der Ersten Hilfe: Leben retten war noch nie so einfach

Prüfen, rufen, drücken: Anlässlich des Welttags der Ersten Hilfe am 12. September rückt das Rote Kreuz Kärnten die Wiederbelebung in den Mittelpunkt. Neue Erste-Hilfe-Empfehlungen machen das richtige Handeln im Notfall jetzt noch einfacher. Die wichtigste Botschaft: Jede und jeder kann helfen. 

Die einfache Formel, um ein Leben zu retten, lautet: prüfen, rufen, drücken! Diese drei Schritte können im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen – denn bis professionelle Rettungskräfte eintreffen, können Ersthelferinnen und Ersthelfer wertvolle Minuten überbrücken und Leben retten. Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. „Der Welttag der Ersten Hilfe am 12. September erinnert uns daran, dass jede und jeder von uns zum Lebensretter werden kann. Oft sind es nur wenige Handgriffe, auf die es ankommt“, betont Rotkreuz-Präsident Dr. Martin Pirz.

Neu sind in diesem Jahr die angepassten Erste-Hilfe-Empfehlungen: Der Notruf 144 wird künftig noch früher empfohlen, damit die Leitstelle am anderen Ende des Telefons von Beginn an die richtigen Maßnahmen anleiten kann. „Im Notfall ist niemand auf sich allein gestellt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leitstelle geben Sicherheit, leiten Schritt für Schritt durch die Wiederbelebungsmaßnahmen und begleiten die Ersthelferinnen und Ersthelfer, bis die Rettungskräfte vor Ort sind“, so Pirz. 

Drei Schritte, die Leben retten 

1. Prüfen 

Wer eine reglose Person vorfindet, prüft zunächst, ob es sicher ist, sich der betroffenen Person zu nähern und ob die Person ansprechbar ist. 

2. Rufen 

Bleibt eine Reaktion aus, folgt der Notruf 144. Über den Lautsprecher am Telefon kann die Rettungsleitstelle die nächsten Schritte direkt anleiten und etwa beim Überprüfen der Atmung unterstützen. Sind weitere Personen anwesend, können diese einen Defibrillator holen. 

3. Drücken 

Ist keine normale Atmung festzustellen, beginnt unverzüglich die Herzdruckmassage: Dafür 30-mal kräftig und schnell auf die Mitte des Brustkorbs drücken und anschließend zweimal beatmen. Die Wiederbelebung wird fortgesetzt, bis die betroffene Person wieder normal atmet oder professionelle Hilfe eintrifft. 

#jetzterstehilfe: Erste Hilfe im Blickpunkt

Zwischen dem Welttag der Ersten Hilfe am 12. September und dem Welttag der Wiederbelebung am 16. Oktober rückt das Rote Kreuz österreichweit die Erste Hilfe in den Fokus. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Wiederbelebung. Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, im Notfall anzupacken und die ersten entscheidenden Maßnahmen zu setzen. Denn jeder Mensch, der hilft, kann Leben retten.

„Wer Erste Hilfe einmal praktisch geübt hat, geht mit einer Notfallsituation ganz anders um. Das Einzige, was man nämlich falsch machen kann, ist nichts zu tun“, erklärt Johannes Pfeifenberger, pädagogischer Leiter im Ausbildungszentrum des Roten Kreuzes Kärnten. „Erste-Hilfe-Kurse vermitteln nicht nur lebensrettendes Wissen, sondern geben vor allem Sicherheit und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.“

Vom Grundkurs über Psychische- und Outdoor-Erste-Hilfe bis hin zu Kindernotfallkursen bietet das Rote Kreuz Kärnten zahlreiche Möglichkeiten, sich auf unterschiedliche Notfallsituationen vorzubereiten und vorhandenes Wissen aufzufrischen. Wie groß das Interesse ist, zeigen auch die Zahlen: 2025 besuchten in Kärnten 13.182 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Erste-Hilfe-Kurs.

Informationen zu den Erste-Hilfe-Kursen und alle Kurstermine in Ihrer Nähe finden Sie hier: www.erstehilfe.at

Wer sein Wissen schnell und unkompliziert auffrischen möchte, kann außerdem den WhatsApp-Crashkurs unter roteskreuz.at/wa-crashkurs nutzen oder sein Wissen in einem Online-Quiz unter jetzt.erstehilfe.at testen.

Praktische Tipps und Erklärvideos gibt es außerdem auf YouTube.