Hitzewelle: Schon 220 hitzebedingte Einsätze des Roten Kreuzes Kärnten – mit diesen Tipps kommen die Kärntner:innen gut durch die heißen Sommertage
Der Landeschefarzt des Roten Kreuzes Kärnten gibt Tipps für heiße Sommertage: Ausreichendes Trinken ist besonders wichtig – ideal sind Wasser, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte. Ebenso sollte auf leichte Ernährung geachtet werden.
Die anhaltende Hitzeperiode ist auch für das Rote Kreuz Kärnten eine „heiße Zeit“. Seit Beginn der Hitzewelle von 18. bis 24. Juni gab es rund 220 hitzebedingte Einsätze. Aus diesem Grund macht das Rote Kreuz auf richtiges Verhalten bei Hitze sowie auf Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hitze- und Badenotfällen aufmerksam. Dr. Matthias Schwarz, Landeschefarzt des Roten Kreuz Kärnten: „Oft reichen schon einfache Vorsichtsmaßnahmen aus, um die heißen Sommertage gut und gesund zu überstehen.“
Vorsorge ist der beste Schutz: viel trinken, möglichst im Schatten oder in kühlen Räumen bleiben und aufeinander schauen. „Gerade ältere Menschen und gesundheitlich belastete Personen sind an heißen Tagen auf Unterstützung aus ihrem Umfeld angewiesen“, betont der Landeschefarzt des Roten Kreuzes Kärnten.
Das Rote Kreuz Kärnten empfiehlt, sich möglichst in kühlen Innenräumen aufzuhalten und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Ausreichendes Trinken ist besonders wichtig – ideal sind Wasser, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte. Ebenso sollte auf leichte Ernährung geachtet werden. Körperliche Anstrengung, insbesondere in der Mittagshitze, gilt es zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei Kindern und Tieren geboten: Sie dürfen niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückgelassen werden, da die Temperaturen rasch auf über 50 Grad Celsius ansteigen können und so lebensgefährliche Situationen entstehen können.
Sollte trotzdem ein Hitzenotfall – Hitzschlag oder Sonnenstich – eintreten, ist rasches Handeln entscheidend. Typische Symptome sind Kopfweh, Übelkeit, ein hochroter Kopf, erhöhte Körpertemperatur, Schwindel, Schüttelfrost oder Krämpfe. „Hohe Temperaturen stellen insbesondere für ältere Menschen und Kinder eine besondere Belastung dar, da sie weniger schwitzen und somit die Wärme schlechter regulieren. In schweren Fällen kann ein Hitzenotfall lebensgefährlich werden“, warnt Dr. Matthias Schwarz.
Bei den ersten Anzeichen ist daher umgehendes Handeln gefragt:
- Betroffene Person in den Schatten bringen oder Schatten erzeugen, etwa mit einer Alu-Rettungsdecke.
- Alkohol- und koffeinfreie Getränke – Wasser, Tee, ungesüßte Fruchtsäfte – zu trinken geben.
- Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen.
- Person in eine angenehme Position mit erhöhtem Oberkörper bringen, bei Kreislaufproblemen auf den Boden legen und Beine hochlagern.
- Wenn sich der Zustand nicht rasch bessert, Ärzt:in kontaktieren oder Notruf wählen.
Viele Menschen suchen bei großer Hitze Abkühlung in Seen und Freibädern – aber auch hier ist Vorsicht geboten: Der Sprung ins kalte Wasser kann zu Kreislaufproblemen führen und Badeunfälle verursachen. Das Rote Kreuz empfiehlt daher, sich vor dem Schwimmen zu duschen und keinesfalls unter Alkoholeinfluss ins Wasser zu gehen.
Mehr Tipps zum richtigen Verhalten bei Hitze finden Sie auf der Webseite des Österreichischen Roten Kreuzes unter www.roteskreuz.at/hitzewelle.
